{Buchvorstellung} Schokoladen-Vanille-Torte aus dem Buch "Backen!" von Christine Bergmayer

Falls ihr Christine Bergmayer, alias "Die Zuckerbäckerin", noch nicht kennt, solltet ihr jetzt aufpassen. ;-) Heute stelle ich euch eine Motivtorte vor. Das Design ist von mir, das zugehörige Rezept aus ihrem neuen Buch "Backen!" aus dem Südwest Verlag, worauf ich heute noch etwas näher eingehen will.


Natürlich gibt es auch Fakten und Eindrücke zum Buch! ;-) Und da fangen wir - wie immer - mit der Info vom Südwest Verlag an:



"Endlich, das erste Backbuch von Christine Bergmayer – schon lange ist sie der Geheimtipp in der Konditor-und Backszene. Seit Jahren berät die Konditormeisterin die Besten der Branche beim Backen und entwickelt als Foodstylistin Rezepte für Zeitschriften. Und jetzt kommen auch Sie in den Genuss, ihre wundervollen Rezepte probieren zu dürfen – indem sie selbst zu Hause backen. Mit vielen neuen Rezeptideen, einer Kapiteleinteilung nach verschiedenen Teigarten – vom Biskuit und Brandteig bis zum Rührteig – und einem großen Kapitel mit Profitipps. Christine Bergmayer weiß, dass Backen Geben ist. Und das verpflichtet. „Das Wichtigste beim Backen ist Zeit. Nehmen Sie sich also Zeit. Backen ist wie Yoga“ sagt Christine Bergmayer."



Christine Bergmayer: BACKEN!
Pappband, 280 Seiten, Vierfarbig, 23 x 27,5 cm
ISBN: 978-3-517-09271-3
24,99 Euro

Das Rezept für die Motivtorte habe ich aus dem Kapitel "Rührteige", die für Motivtorten ja wirklich am Besten geeignet sind, denn sie sind schön kompakt und lassen sich dadurch gut eindecken. Im Buch sind die Mengen für eine zweistöckige Torte angegeben. Ich habe es auf ein Törtchen mit 18 cm Durchmesser angepasst.


Hochzeitstorte Schokolade-Vanille
(18er Springform)

Zutaten:
Rührteig:
225g Zartbitter Kuvertüre, grob gehackt
220ml Milch
225g Zucker
150g Butter
3 Eier
240g Mehl
1 EL Kakaopulver
2 TL Backpulver

Füllung:
280g zimmerwarme Butter
250ml Milch 1,5%
Mark von 2 Vanilleschoten
1 EL Vanilleessenz
20g Speisestärke
25g Zucker
etwas Frischhaltefolie
(Alternativ zu Vanilleschoten und Speisestärke könnt ihr auch Vanillepuddingpulver nehmen. Aber glaubt mir, ein Pudding aus Vanille und Speisestärke macht überhaupt nicht mehr Arbeit und schmeckt so viel besser!)

Überzug:
1 Marzipandecke
500g weißer Rollfondant
etwas feine Speisestärke
Deko nach Lust und Laune

Zubereitung:
Kuchen:

Den Backofen auf 160 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen und zwei 18er Springformen (Alternativ reicht auch eine Form, dann aber den Teig halbieren und nacheinander backen) mit Backpapier auskleiden.
Mehl, Kakao und Backpulver abwiegen, sieben und miteinander vermischen.
220ml Milch und 75g Zucker in einem Topf unter Rühren zum Kochen bringen. Von der Kochstelle nehmen und Kuvertüre unterrühren.
Butter im Wasserbad schmelzen und dann mit 150g Zucker und dem Handrührgerät mehrere Minuten dickschaumig aufschlagen. Nach und nach die Eier dazu geben. Mehlmischung zur Buttermasse geben und mit dem Teigschaber kurz verrühren. Anschließend die heiße Schokoladenmilch zugeben.
Zu gleichen Teilen in die Backformen füllen und ca. 40 Minuten backen. Wenn bei der Stäbchenprobe kein Teig mehr haften bleibt, dann aus dem Backofen nehmen und beide Kuchen auf ein Kuchengitter stürzen und auskühlen lassen.

Füllung:

In der Zwischenzeit den Vanillepudding kochen, so hat er dann noch Zeit zum Auskühlen, während der Kuchen auch auskühlt. ;-)
Die Milch mit dem Mark der Vanilleschoten und der Vanilleessenz langsam in einem Topf erwärmen. In einer Tasse währenddessen die Speisestärke und den Zucker mit ca. 6 EL warmer Milch (aus dem Topf) mit einer Gabel klümpchenfrei anrühren. Aufgekochte Milch vom Herd nehmen und die Mischung aus der Tasse mit dem Schneebesen unterrühren. Nochmals 2-3 Minuten auf dem Herd bei geringer Hitze köcheln lassen. Dann zur Seite stellen und mit Frischhaltefolie luftdicht bedecken. So entsteht keine "Puddinghaut".
Wenn der Pudding und der Kuchen ausgekühlt sind, die Butter in der Küchenmaschine schaumig schlagen. Dann die Küchenmaschine auf mittlere Stufe stellen und den Pudding esslöffelweise dazu geben und die Creme gut sechs Minuten dickschaumig aufschlagen.

Zusammen setzen:

Die zwei abgekühlten Schokoladenböden gerade schneiden (falls nötig) und jeweils einmal waagerecht durchschneiden. Auf drei Schokoladenböden insgesamt ca. 2/3 der Creme streichen und übereinander setzen. Mit dem Schokoladenboden, der nicht mit Creme bestrichen wurde abschließen. Dann die Torte mit der restlichen Creme rundum einstreichen. Ca. eine Stunde kühl stellen.
Dann mit der Marzipandecke eindecken. Falls sie bricht ist es nicht schlimm. Ich habe einfach einzelne Marzipanstücke gleichmäßig rundrum an der Torte verteilt.
Dann den Rollfondant auf der mit Speisestärke bestäubten Arbeitsplatte ausrollen und damit die Torte eindecken. Überstehenden Fondant mit dem Messer oder dem Pizzaroller entfernen. Mit dem Tortenglätter alles schön glatt drücken und die Torte nach Lust und Laune dekorieren.
Ich habe zur Dekoration eine kupferfarbene Kamelie, die ich nach Anleitung dieses Buches gemacht habe - Klick - , genommen. Ich weiß, dass Kamelien normalerweise nicht diese Farbe haben, aber mein Tortendesign wollte ich in Kupfer und Weiß halten. ;-)


Nun aber dazu, was ich über das Buch denke:

1.
Der Inhalt ist aufgeteilt in folgende Abschnitte: "Mürbeteig", "Hefeteig", "Geblätterter Teig", "Brandteig", "Biskuit", "Rührteig", "Weihnachten", "Reisegebäck" und "Pimp your cake". In jedem Abschnitt werden erst einmal die Grundlagen zu jedem Teig erklärt und was man bei der Zubereitung beachten sollte. Dann kommen die passenden Rezepte inkl. Bilder.

2.
Zur Vervollständigung gibt es am Ende des Buches ein alphabetisches Register. Perfekt für alle, die etwas Bestimmtes suchen.

3.
Bei fast jedem Rezept steht dabei wie lange sich das jeweilige Gebäck frisch hält. Diese Info finde ich sehr wichtig und wird bei Anderen oft unterschlagen. So kann man sich schön überlegen, welches Gebäck man z.B. für eine Feier vorbereiten kann.

4.
Die Rezepte selbst sind sehr ausführlich beschrieben. Ich habe die Fondanttorte aus dem Buch nachgebacken, aber auch als Deko für diese Torte - Klick - echte Rosen, nach der Anleitung im Buch gezuckert. Das hat alles sehr gut geklappt und ich hatte bei der Anwendung keine Fragen offen.

5.
Der Slogan "Backen ist wie Yoga" finde ich perfekt, denn mir geht es auch so. Nach dem Backen bin ich einfach zufrieden und erfreue mich an dem was ich geschaffen habe. Passend zu diesem Slogan sind im Buch auch sehr viele aufwendige Rezepte enthalten, so dass man eine lange Yoga Sitzung abhalten kann. ;-)

6.
Im Gegenzug sind hier natürlich auch weniger aufwendige Rezepte zu finden, wie z.B. Eierlikör-Gugelhupfe, Erdnuss-Schoko-Kleckse, Brownies mit Cashewkernen oder Löffelbiskuits.

7.
Damit man das Rezept besser einschätzen kann und weiß, wie lange es dauert bis man das Gebackene auf dem Tisch hat, ist im Buch immer die Zubereitungs-, Back- und evtl. Kühl- / Ruhezeit angegeben. Eine praktische Sache.

8.
Einzig gefällt mir die Aufmachung des Buches, d.h. der Style, nicht ganz so gut. Aber das ist meine persönliche Meinung und es kann ja (leider) auch nicht jedes Buch im Vintage Style oder in Pastelltönen daher kommen. ;-)

Im Gesamtergebnis finde ich dieses Buch gelungen für jeden der gerne mehr über verschiedene Teigarten lernen und sie auch verbacken möchte. Das Buch ist für Anfänger, aber auch für Fortgeschrittene geeignet und beinhaltet sehr feine, gelingsichere Rezepte. Ich selbst werde auf jeden Fall noch ein paar Dinge daraus nachbacken und Christine Bergmayer ist mir auf ihrem Titelbild wirklich sehr sympathisch.


Liebst, 
eure Sandra 


- Werbung -
Ich habe diese Rezension freiwillig geschrieben. Auch wenn ich vom Südwest Verlag das Buch kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen habe, hatte das keine Auswirkung auf meine niedergeschriebene Meinung.

Schneller Snickers-Cheesecake.... und Du wirst nicht zur Diva!

Seid ihr auch nicht ihr selbst, wenn ihr hungrig seid? Werdet ihr dann schnell zur Diva? :-D
Dann braucht ihr auch unbedingt ein Stück von diesem Snickers-Cheesecake, der im Handumdrehen gebacken ist. ;-)


Snickers steht bei meinem Liebsten total hoch im Kurs und Cheesecake sowieso. Deshalb ist mir schon länger klar, dass ich ihm unbedingt einen Snickers-Cheesecake backen muss. Nun endlich habe ich es geschafft und ist ja klar, dass hier alle Snickers- aber auch Erdnuss-Liebhaber und auch alle Diven auf ihre Kosten kommen! ;-)


Snickers-Cheesecake 
(für eine 20er Springform)

Zutaten:
Für den Boden:
120g Vollkorn Butterkekse
3 EL geschmolzene Butter

Für die Füllung:
400g Doppelrahmfrischkäse
100g Zucker
3 Eier
1 TL Vanilleextrakt
Mark einer Vanilleschote
1 EL Mandelmilch (Alternativ: Milch 1,5%)
2 EL Speisestärke
3 Snickers Riegel

Für das Topping:
1 Snickers Riegel
Karamellsauce (das Rezept findet ihr hier - Klick - )
1 handvoll frische Erdnüsse

Zubereitung:
Die Springform mit Backpapier auskleiden und den Backofen auf 180 Grad vorheizen. 
Zuerst die Vollkorn Butterkekse im Mixer fein mahlen, mit der Butter vermischen, gleichmäßig auf dem Boden der Springform verteilen und mit einem Eßlöffel festdrücken. 
Dann den Frischkäse mit dem Zucker auf mittlerer Stufe der Küchenmaschine ca. 1 Minute lang cremig schlagen. Danach die Eier einzeln nach und nach dazu geben. Das Mark der Vanilleschote, das Vanilleextrakt, die Milch und die Stärke hinzufügen. Zwei Snickers klein schneiden und vorsichtig unter den Teig heben. Dann alles in die Form füllen. Nun ein Snickers ebenso klein schneiden und auf dem Teig in der Form verteilen. 
Den Backofen auf 160 Grad runter drehen und den Cheesecake eine Stunde backen. Den Backofen ausschalten, die Springform im Backofen auf ein Kuchengitter stellen und den Cheesecake so über Nacht mit einem Spalt breit geöffneter Backofentür auskühlen lassen. 
Am nächsten Tag den Cheesecake auf eine Tortenplatte oder einen Teller geben und mit klein geschnittenem Snickers, Karamellsauce und Erdnüssen dekorieren. Bis zum Verzehr kühl stellen. 


Und nun schaue ich mal, ob mir mein Liebster ein Stückchen übrig gelassen hat, während ich euch diese Zeilen geschrieben habe.


Liebst, 
eure Sandra 


{Buchvorstellung} Fondantblüten mit "Sweet Flowers" von Peggy Porschen

Heute habe ich ein zauberhaftes Buch im Gepäck. Wer diesen Blog regelmäßig liest, weiß dass meine Leidenschaft Motivtorten sind. Deshalb finde ich, ist es ein schöner Auftakt,  im neuen Jahr mit der Buchvorstellung von Peggy Porschens "Sweet Flowers" zu beginnen. An Fondantblüten - außer Rosen - habe ich mich bisher nicht so sehr ran getraut. Das soll(te) sich mit diesem Buch ändern.

http://edition.fackeltraeger-verlag.de/5785/Software/Buecher/Sweet-Flowers.jsp
gebunden, mit Schutzumschlag,
farb. Abb., 224 Seiten, Format 24 x 28 cm
  

Aber bevor ich euch zeige was dabei rum gekommen ist, gibt es zunächst erst wieder ein paar Fakten zum Buch und was der Edition Fackelträger Verlag zum Buch schreibt:
"Peggy Porschen ist eine der prominentesten und innovativsten Persönlichkeiten im Konditorengewerbe und nicht nur im Vereinigten Königreich längst eine Marke. In ihrem neuesten Buch hat sie einen kunterbunten Strauß der wunderbarsten Blütendekorationen gebunden, die jede Torte und jedes Törtchen zu einem spektakulärem Backkunstwerk werden lassen. Von Anemone bis Rose, von Lilie bis Orchidee werden die zauberhaftesten Blumenbeete adaptiert, um mit den nicht minder beeindruckenden Torten eine wunderbare Symbiose einzugehen. Mit ausführlichen Schritt-für-Schritt-Anleitungen zeigt Peggy Porschen dem Leser zudem die wesentlichen Grundlagen der Herstellung ihrer Blumen- und Blütenpracht. Der umfangreiche Rezeptteil bietet dann ausreichend Gelegenheit das Erlernte kreativ und fantasievoll umzusetzen und so für (fast) jeden Anlass – sei es zur Hochzeit, Geburt oder zum Valentinstag – die passende Torte zu kreieren."


Das Buch liegt schon etwas länger bei mir. Allerdings wollte ich schon mehr als nur eine Blütenanleitung daraus testen. An folgende Blüten habe ich mich heran getraut (was ihr vielleicht auch schon teilweise mitbekommen habt):

Frangipanis

Das Rezept zum Zitronenkuchen findet ihr hier - Klick -


Kamelie



Stiefmütterchen

Das Rezept zum schokoladigen Guiness Kuchen findet ihr hier - Klick -

Wie gefallen euch die Blüten?


Meine Meinung zum Buch:
  1. Ich muss sagen, ich hatte und teilweise habe ich noch sehr großen Respekt vorm Modellieren von Blüten. Denn ganz so geschickt bin ich nicht und oft fehlt mir auch die Zeit mich gemütlich hinzusetzen und zu modellieren. Aber die Anleitungen in diesem Buch sind so toll beschrieben mit Schritt-für-Schritt-Bildern plus zusätzlicher Textanleitung, da kann eigentlich fast nichts schief gehen! ;-)
  2. Jede Anleitung umfaßt insgesamt immer mindestens 2-3 Buchseiten. Es ist alles sehr ausführlich beschrieben und sehr verständlich aufgemacht.
  3. Das Buch macht auch deshalb Lust auf Mehr, weil man so tolle Erfolgserlebnisse erzielen kann. Ich war immer ganz Stolz, wenn ich die fertigen Blüten in den Händen hielt. Sie sehen bei mir zwar nicht 100% perfekt aus, aber die Natur lässt auch nicht jede Blüte gleich aussehen, stimmt´s?! ;-)
  4. Es gibt 24 verschiedene Anleitungen im Buch. Dabei sind Blüten für Anfänger, aber auch ganze Gestecke, die dann eher für Fortgeschrittene oder zumindest Geübte geeignet sind. Das Buch ist also für Anfänger und für Fortgeschrittene geeignet. 
  5. Nebenbei gibt es auch noch Tipps für andere Tortendekorationen, z.B. wie man am Besten Stencils auf die Torte überträgt.
  6. Außerdem wurde mit der jeweiligen Blüte bzw. Blütenarrangement immer eine ganze Torte stilvoll dekoriert. So hat man ein Beispiel wie alles im Gesamteindruck aussehen kann.
  7. Ein Leseband gibt es auch im Buch, was wie immer natürlich sehr praktisch ist. Ich persönlich mag das sehr gerne, so kann ich mein nächstes Vorhaben kennzeichnen und muss nicht immer lange nach der jeweiligen Seite suchen.
  8. Vorne im Buch gibt es zuerst eine Doppelseite mit kleinen Vorschaubildchen mit dem Hinweis auf welcher Seite die Blütenanleitung beginnt. Ich mag solche Überblicke sehr gerne und finde sowas sollte es in jedem Buch geben!
Insgesamt ein wunderschön gestaltetes Buch in meinen liebsten Pastellfarben sowie mit tollen Bildern.
Ich kann an jeden, der selbst gerne Blüten modellieren bzw. es erlernen möchte, eine Kaufempfehlung abgeben!

Liebst,
eure Sandra 




- Werbung - 
Ich bedanke mich recht herzlich beim Edition Fackelträger Verlag für die kostenlose Bereitstellung des Buches. Dies hatte jedoch keinen Einfluss auf meine persönliche, hier niedergeschriebene Meinung. Ich habe den Blogpost freiwillig und ohne Vergütung geschrieben. 


Marzipan-Mohn-Zupfbrot... alles nur aus Hefeteigliebe!

Mögt ihr Hefeteig auch so sehr wie ich? Mich überkommt in regelmäßigen Abständen der Hieper, aber leider habe ich nicht immer die Zeit für Hefeteig. Wie auch dieses Mal. Schon mindestens seit vier Wochen habe ich unheimliche Lust auf etwas aus Hefeteig. Leider bin ich die ganze Zeit nicht dazu gekommen, denn so ein Hefeteig möchte in der Herstellung zwischendurch immer seine Ruhe und dementsprechend zieht sich dann die Backaktion in die Länge. Aber jetzt nach den Feiertagen und wo auch sonst keine Anlässe anstehen, hatte ich ein paar Minuten übrig, die ich gleich für meine Hefeteigliebe genutzt habe.
Heraus kam ein ganz zartes Zupfbrot mit einer Marzipan-Mohn-Füllung. Letztere hatte sich mein liebster Göga gewünscht und diesem Wunsch kam ich natürlich gerne nach. :-)


Habt ihr nach diesen Bildern jetzt auch Lust darauf bekommen? Kein Problem, hier kommt das Rezept:

 Marzipan-Mohn-Zupfbrot
(kleine Kastenform)

Hefeteig

Zutaten:
  • 350g Mehl
  • 1 Pkg. Trockenhefe
  • 35g Zucker
  • 60g Margarine (Alternativ: Butter)
  • 175ml Milch
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 Pkg. Dr. Oetker Finesse Natürliches Orangenaroma

Zubereitung:
Das Mehl in eine große Schüssel sieben und mit der Hefe, dem Zucker und Vanillezucker gut vermischen. Die Margarine auf dem Herd in einem Topf schmelzen. Dann Milch und Salz zugeben und erwärmen bis es lauwarm ist. Zur Seite stellen.
In die Mitte des Mehlgemischs ein Loch machen und dann die Margarine-Milch in den mittigen, freien Platz der Schüssel schütten. Zuerst mit dem Knethaken des Rührgeräts zu einem glatten Teig verarbeiten und zum Schluß gut mit den Händen durchkneten.
In der Schüssel, mit einem Geschirrtuch abgedeckt, an einem warmen Ort (oder im Backofen bei 60 Grad Ober-/ Unterhitze) mindestens 45 Minuten gehen lassen.

Füllung
Zutaten:
  • 1 Pkg. Mohnfix
  • 200g Marzipanrohmasse
  • 100ml Sahne
  • 50g weiße Schokolade
  • 1 kleine Handvoll Hagelzucker
  • 1 Ei

Zubereitung:
Den Teig nun auf der Arbeitsplatte sehr dünn ausrollen. Ich hatte ihn ca. 3 mm dick. Mit dem Pizzaroller oder einem Messer in Quadrate (10 x 10 cm) schneiden. In einer Schüssel das Mohnfix mit der Sahne verrühren und die Schokolade mit einer sehr feinen Reibe darüber reiben. Alles nochmals gut durchrühren.
Nun auf jedes Quadrat (bis auf einem) einen Klecks Mohnmasse geben. Kleine Marzipanstückchen von der Rohmasse abzupfen und nach belieben 5-8 Stückchen auf jedem Quadrat verteilen. Jetzt die Quadrate übereinander stapeln. Darauf achten, dass das unbefüllte Quadrat obenauf ist, das ist nämlich das Endstück. Das Ganze nun in eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform stellen (hier hatte ich euch bei meinen Erdbeermuffins zum Zupfen ein paar Bilder vom Vorgang gemacht - Klick - ). Mit dem Ei gut einstreichen (ich hatte noch Ei übrig) und mit Hagelzucker bestreuen. Das Ganze weitere 20 Minuten im Backofen bei 60 Grad Ober-/ Unterhitze gehen lassen. Nach den 20 Minuten den Backofen auf 175 Grad Ober-/ Unterhitze stellen und 15 Minuten backen. Dann mit Alufolie abdecken und weitere 20 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und in der Form ca. 10 Minuten oder länger auskühlen lassen und danach aus der Form nehmen.
Entweder in Stücke zupfen oder schneiden und dann genießen. ♥



Ich mag Zupfbrot besonders gerne, weil es einfach herzustellen und wegen der vielen verschiedenen Füllmöglichkeiten so absolut variabel im Geschmack ist. Außerdem kommt es immer hübsch daher. Es kommt überhaupt nicht darauf an "perfekt" zu arbeiten, denn ich finde je wilder das Brot obenauf aussieht, desto schöner ist es anzusehen.

Liebst, 
eure Sandra 

Karamell-Pop-Choc-Torte

Wo ich zuletzt noch aus Kummer und Frust gebacken habe, gab es dieses Mal eine viel erfreulichere Gelegenheit. Meine zweitälteste Nichte hatte Geburtstag und wurde schon 22 Jahre alt. Du meine Güte wie die Zeit vergeht! Lange Zeit, um genau zu sein 14 Jahre, war sie meine jüngste Nichte und irgendwie ist sie das aus Gewohnheit in meinen Gedanken immer noch..., also Achtung Tantchen! Die Zeit für eine Kindertorte ist hier schon längst vorbei und es muss etwas cooles, erwachsenes her.
Mit dieser Karamell-Pop-Choc-Torte hatte ich dann aber auch voll ins Schwarze getroffen. Yeah. 



Karamell-Pop-Choc-Torte
(für eine 20er Springform)

Zutaten für die Ganache:
400g Sahne
260g Zartbitterschokolade

Zubereitung:
Die Sahne aufkochen lassen. Währenddessen die Schokolade grob hacken. Dann den Topf vom Herd nehmen, die Schokolade hinzufügen und mit einem Löffel gut umrühren, bis die Schokolade geschmolzen und eine homogene Masse entstanden ist. Die Ganache mindestens 5 Stunden, besser jedoch über Nacht auskühlen lassen.

Zutaten für den Kuchen:
200g Zartbitterschokolade
6 Eier
200g Butter
155g Zucker
1 Prise Salz
einige Umdrehungen aus der Vanillemühle
150g Mehl
20g Backkakao
1 TL Backpulver
1 Dose karamellisiertes Milchmädchen (Alternativ: 1 geschlossene Dose Milchmädchen 2 Std. lang in einem mit Wasser befüllten Topf köcheln lassen)

Zubereitung:
Den Backofen auf 170 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen und die Backform mit Backpapier auslegen. 
Die Schokolade im Wasserbad schmelzen und zur Seite stellen um sie etwas abkühlen zu lassen. 2 Eier trennen. Das Eiweiß mit dem Salz steif schlagen und auch dies zur Seite stellen. 
Butter und Zucker cremig rühren, dann die vier Eier und zwei Eigelbe nacheinander unterrühren. Währenddessen das Mehl, den Backkakao und das Backpulver abwiegen und gut miteinander vermischen. Nun die geschmolzene Schokolade zur Butter-Zucker-Ei-Masse geben, sowie in zwei gleich großen Teilen das Mehlgemisch. Zum Schluss mit dem Teigschaber vorsichtig das Eiweiß unterheben. 
Den Teig in die Form füllen und ca. 50 Minuten backen bis bei der Stäbchenprobe kein Teig mehr am Holzspieß  hängen bleibt. Dann aus dem Ofen nehmen und ca. 10 Minuten auskühlen lassen. Dann auf ein Kuchengitter stürzen und mindestens drei Stunden auskühlen lassen. 
Den Kuchen dreimal waagerecht durchschneiden und mit dem karamellisierten Milchmädchen füllen. 
Die Ganache mit dem Handrührgerät ca. 2-3 Minuten aufschlagen bis sie schön cremig ist. Dann den Kuchen damit außen einstreichen. Wer möchte, kann wie ich noch Tupfen auf die Creme spritzen. 

Zutaten für das Popcorn:
1 handvoll Popcornmais
1 TL Rapsöl
2 EL Zimt-Zucker

Zubereitung:
In einem beschichteten Topf das Öl auf niedriger Stufe erhitzen. Dann den Mais dazu geben und den Deckel auf den Topf legen. Warten bis alle Maiskörner geploppt haben. Zwischendrin immer mal wieder den Topf etwas durchrütteln. Wenn das Popcorn fertig ist, mit Zimt-Zucker bestreuen und auf der Torte nach belieben verteilen. 

Zum Schluss die Karamellsauce über die Torte träufeln. Das Rezept finde ihr hier - Klick - .



Ich wollte schon länger eine Torte mit Popcorn als Topping machen. Die Karamellsauce, die ich von dem herrlichen Puddingkuchen noch übrig hatte (das Rezept findet ihr hier - Klick - ), machte sich auf diesem Kuchen einfach wunderbar. Schließlich besteht die Füllung dieser Torte auch aus Karamell. 


Am Geburtstag ging der Kuchen dann weg wie nichts..., sogar mein Vater, der wieder vom Krankenhaus zu Hause ist, konnte sich ein Stückchen davon auf der Zunge zergehen lassen. Und meine (wirklich) kleinste Nichte im Alter von zwei Jahren ist voll auf das Popcorn abgefahren.


Liebst,
eure Sandra


Puddingkuchen mit Karamellnüssen - etwas für die Seele!!!

Ja, ja, das neue Jahr hat bei mir nicht so schön angefangen. Waren wir noch am Neujahrstag gemütlich mit der Schwiegerfamilie zusammen gesessen und haben das neue Jahr eingeläutet, läuteten am 2. Januar bei mir ganz andere Glocken. Mein Papa kam ganz plötzlich ins Krankenhaus und das hat mich ganz schön gebeutelt. Wenn ich traurig bin helfen eigentlich nur zwei Dinge: Mein liebster Göga und/ oder das Backen. Also stand ich u.a. auch in der Küche und habe diesen Kuchen gebacken:


Das ursprüngliche Rezept stammt aus einem meiner Lieblingsbücher "Fräulein Klein lädt ein" aus dem Callwey Verlag. Hier könnt ihr meine Rezension dazu und das Rezept der Blondies von Fräulein Klein nachlesen - Klick - . Das heutige Rezept ist nach meinem Geschmack abgeändert und kommt etwas anders daher, da ich zur Zeit etwas weniger Laktose zu mir nehmen muss...

Puddingkuchen mit Karamellnüssen
(für eine geschlossene Form 20 x 20cm) 

Zutaten:
120g Butter, zimmerwarm + etwas Butter für die Form
4 Eier
500ml Mandelmilch + 1 EL
120g brauner Rohrohrzucker
1 Prise Salz
Mark einer Vanilleschote
120g Mehl, gesiebt
1/2 TL Zimt
1/2 Pkg. Dr. Oetker Finesse Natürliches Orangenschalen Aroma
35g Nussmischung
2 EL Waldhonig

Für die Karamellsoße:
100g brauner Rohrohrzucker
25g Butter
200g Sahne

Zubereitung:
  1. Backofen auf 160 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen. Die Form mit etwas Butter einstreichen und dann mit Backpapier auslegen. So hält das Backpapier besser. Achtung! Ihr solltet keine Springform verwenden, da der Teig sehr flüssig ist .
  2. Die Butter in einem kleinen Topf oder in der Mikrowelle schmelzen und zur Seite stellen. Die Mandelmilch in einem kleinen Topf erwärmen und auch zur Seite stellen. Die Eier trennen und das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen.
  3. Eigelb mit dem Zucker, dem Mark der Vanilleschote und dem EL Mandelmilch ca. 15 Minuten in der Küchenmaschine auf hoher Stufe schaumig schlagen. Dann die Butter zugeben und alles weiter sehr cremig rühren. Nun die Küchenmaschine auf niedrige Stufe stellen und das gesiebte Mehl, den Zimt und das Orangenschalen Aroma miteinander vermischen und dann in etwa drei gleich großen Teilen hinzufügen.
  4. Jetzt langsam die lauwarme Mandelmilch einfließen lassen. Als Letztes mit dem Teigschaber das Eiweiß vorsichtig unterheben. Den Teig in die Form füllen und ca. 75 Minuten backen bis die Oberseite goldbraun ist und kein Teig mehr am Holzstäbchen hängen bleibt.
Während des Backvorgangs ist mir der Kuchen um die Hälfte zusammen gefallen. Also wundert euch nicht, wenn euch das auch passiert. Das ist normal. Nach der Backzeit den Kuchen ca. 3 Stunden in der Form auskühlen lassen!

Währenddessen die Karamellsoße herstellen:
  1. 100g braunen Rohrohrzucker im Topf bei hoher Temperatur schmelzen lassen. Dann den Topf vom Herd und nehmen und die Butter unterrühren. Am Anfang ist das etwas klumpig, aber das gibt sich mit dem Rühren.
  2. Dann den Topf wieder auf den Herd stellen und unter Rühren die Sahne zugießen. Einkochen lassen, bis der Zucker vollständig aufgelöst ist und eine sämige Karamellsoße entstanden ist. In ein Weckglas oder Flasche abfüllen und abkühlen lassen.
Den Kuchen nach den 3 Stunden aus der Form holen. Den Honig in einer Pfanne karamellisieren lassen, die Nüsse darin schwenken und dann auf den Kuchen legen. Mit Karamellsoße beträufeln. Den Kuchen in Quadrate schneiden und genießen!



Diesen Kuchen kann ich euch wirklich sehr empfehlen! Wenn ihr Sorgen oder Kummer habt und ein wenig Nervennahrung braucht, zaubert euch der Genuß eines Stückes ein paar Sonnenstrahlen in eure Seele. Er hat mich für einen kurzen Augenblick meine Sorgen vergessen lassen...

Zum Schluß dürft ihr noch 3x raten nach was der Kuchen schmeckt! Natüüüüürlich nach Pudding! ;-) Getoppt mit Karamell und Nüssen ein wahnsinnig toller Wintergenuß!


Liebst, 
eure Sandra 


Blitzrezept: Pfirsich-Aprikosen-Rose

Hallo ihr Lieben,
wie geht es euch? Ich hoffe ihr seid gut ins neue Jahr gekommen?!
Wir haben es nach dem weihnachtlichen Trubel und meiner Lungenentzündung ruhig und mit Raclette angehen lassen. An Neujahr sind wir dann traditionell zu meinen Schwiegerleuten gefahren und haben es uns mit Kaffee und Kuchen gemütlich gemacht.
An Neujahr habe ich etwas verschlafen, deshalb musste ich innerhalb von zwei Stunden etwas gezaubert haben, denn mit leeren Händen wollte ich keinesfalls auftauchen.
Herausgekommen ist ein Blitzrezept für diese Pfirsich-Aprikosen-Rose, die mit Backzeit innerhalb einer Stunde fertig ist.


Pfirsich-Aprikosen-Rose
für eine 26er / 28er oder 30er Form

Dafür braucht ihr nur folgende Zutaten:

  • 2 Rollen Blätterteig (ich hatte light, denn nach Feiertagen braucht man doch nicht noch die volle Dröhnung, oder?)
  • 1 Glas Pfirsiche (Füllmenge 530g, Abtropfgewicht 310g)
  • 1/2 Dose Aprikosen
  • 500ml Milch 1,5%
  • 2 Pkg. backfeste Puddingcreme
  • einige Umdrehungen aus der Vanillemühle
  • 1-2 EL Zimt-Zucker
  • etwas Butter und Backpapier für die Backform

Zubereitung:
Die Pfirsiche und Aprikosen in einem Sieb gut abtropfen lassen. Wer Zeitmangel hat, kann sie auch noch vorsichtig mit etwas Küchenpapier abtupfen. 
Den Backofen auf 200 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen. Die Form (am Besten eine Tarteform) mit der Butter gut einfetten und zwei Streifen Backpapier so in die Form legen, dass ein Kreuz entsteht. 
Den Blätterteig aufrollen. Den Einen waagerecht in die Form legen, den Anderen senkrecht darüber legen. Alles was übersteht mit dem Messer auf Randhöhe der Form kürzen. Den Rest innen am Rand festdrücken. 
Die backfeste Puddingcreme mit der Milch in einem hohen Gefäß anrühren. Die Pfirsiche und Aprikosen mit einigen Umdrehungen aus der Vanillemühle würzen und dann in Spalten schneiden. 
Die backfeste Puddingcreme auf dem Blätterteig verteilen und darauf die Obstspalten. Dabei von außen nach innen arbeiten und Zwischenräume mit restlichem Obst auffüllen. Da die Kuchenfüllung niedriger ist wie der Rand der Form, habe ich den Blätterteig am Rand auf die Füllung drauf geklappt. So kam diese schöne, unregelmäßige Form zustande.
Nun im Backofen auf mittlerer Schiene ca. 45 Minuten backen. Jetzt den Zimtzucker auf dem Kuchen verteilen, auf die oberste Schiene stellen und bei 200 Grad Oberhitze 2-3 Minuten karamellisieren. 
Danach aus dem Ofen nehmen und in der Form auf einem Kuchengitter ca. 15 Minuten auskühlen lassen. Dann schnell auf einen Tortenretter stürzen und dann direkt wieder auf eine Tortenplatte stürzen. Das sollte sehr schnell und mit Schwung erfolgen, damit der Kuchen nicht kaputt geht. 


Nach den Feiertagen tat uns allen ein Kuchen mit etwas Obst ganz gut. Er schmeckt schön frisch, leicht und so wunderschön vanillig! 

 

Mit welcher Leckerei hat bei euch das neue Jahr begonnen? Und, habt ihr gut Vorsätze für das Jahr 2015?


Liebst,
eure Sandra